Ohne großen Aufwand ist es möglich, in der eigenen Küche ein leckeres Bier herzustellen.
Meine Ausrüstung
Ich benutze dazu ein Einkochgerät (großer Topf mit eigener Wärmequelle) als Maischgefäß und Sudpfanne, zwei 23 Liter Plastikeimer für Filterung und Gärung, einen 10 Liter Eimer als Hilfsgefäß, einen Maischesack zum Läutern und feines Filtergewebe zur Trubfilterung, ein Küchensieb, zwei große Kochtöpfe zur Erwärmung des Nachgusses, ein Thermometer zur Kontrolle der Rasttemperaturen und eine Bierspindel zur Feststellung des Würzegehaltes.
Rohstoffe
Nach dem Deutschen Reinheitsgebot sind für die Herstellung von Bier nur 3 Zutaten erlaubt: Malz, Hopfen und Wasser.
Malz:
| Pilsener |
Münchener |
Weizen |
 |
| Karamellmalz hell/dunkel |
Farbmalz |
Ich verwende für meine Biere verschiedene Malze. Es kommt hauptsächlich Pilsener oder Wiener Malz zum Einsatz. Je nach Biersorte wird Münchener oder Weizenmalz und/oder Karamell- sowie Farbmalz zugegeben.
Hopfen:
Ich setze Hopfen in Form von Pellets ein. Diese geben ihre Bitterstoffe während des Hopfenkochens an die Bierwürze ab. Es gibt Aroma- und Bitterhopfenpellets mit unterschiedlicher Bitterstoffkonzentration.
Wasser:
Als Hobbybrauer hat man hier keine große Auswahl. Man muss meistens mit dem Trinkwasser aus der Wasserleitung zufrieden sein. Ich habe da ziemliches Glück. Unser Wasser stammt aus der Talsperre Bergen und hat eine gute Qualität. Auch das Plauener Sternquell Bier wird daraus gebraut.
Hefe:
Die Hefe ist das 4. Element und müsste eigentlich Bestandteil des Reinheitsgebotes sein. 1516 hat man allerdings noch nicht gewusst, was für die Gärung des Gerstensaftes zuständig ist. Hefe entscheidet darüber ob untergärig oder obergärig vergoren wird. Es gibt Hefe in flüssiger Form und als Trockenhefe. Ich benutze für mein Bier Trockenhefe weil diese einfach zu verarbeiten und lange haltbar ist.
Brauvorgang
Bevor es so richtig los geht sind noch einige Sachen zu erledigen. Dem zuständigen Hauptzollamt muss man durch ein formloses Schreiben anzeigen, dass man die Absicht hat Bier herzustellen. Sollte die Menge Bier, welche in einem Kalenderjahr erzeugt wird, größer sein als 200 Liter, dann sind dafür auch Steuern zu entrichten.
Wenn man aus Malz Bier machen möchte, dann muss das Malzkorn zuerst geschrotet werden. Dabei kommt es nicht darauf an das Malz möglichst fein zu mahlen sondern nur zu brechen. Die Spelzen sollten möglichst erhalten bleiben und dienen später beim Läutern als natürlicher Filter. Ich benutze zum Schroten eine alte Mehrzweckmühle. Für 20 Liter fertiges Bier brauche ich etwa 4kg Malz.
Wenn diese Arbeit erledigt ist kann es losgehen. Das geschrotete Malz wird in 15 Liter Wasser mit einer Temperatur von 40° C eingemaischt. Dann wird die Maische auf 50° C aufgeheizt und die Temperatur bei der Eiweißrast ungefähr 15-20 Minuten lang gehalten. |